Mit dem Motto „Cooler Kern statt grauer Stein“ ist am Mittwoch in Aue‑Bad Schlema der 23. Innenstadtwettbewerb „Ab in die Mitte!“ des Freistaates Sachsen offiziell eröffnet worden. Wirtschaftsminister Dirk Panter stellte das Jahresmotto vor und betonte dessen Bedeutung für die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Innenstädte zu Orten werden können, die überraschen, einladen und Menschen dauerhaft anziehen.
Impulse für kreative Innenstadtideen
Der Freistaat stellt auch 2026 wieder über 300.000 Euro Preisgelder bereit, um innovative Konzepte aus sächsischen Städten und Gemeinden zu fördern. Kommunen können ihre Beiträge bis 4. September 2026 einreichen. Die Preisverleihung findet am 6. November 2026 in Leipzig statt.
Neben den Hauptpreisen werden erneut Sonderpreise vergeben – unter anderem für den Einzelhandel sowie für Projekte, die Jugendliche aktiv einbinden. Diese Kategorien sollen gezielt neue Impulse setzen und generationenübergreifende Ansätze stärken.
Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
Der Wettbewerb macht deutlich, dass moderne Innenstadtentwicklung weit über bauliche Maßnahmen hinausgeht. Entscheidend sind heute Atmosphäre, Nutzungsvielfalt, Kooperationen und der Mut zu neuen Formaten. Ziel ist es, Orte zu schaffen, die Menschen gern aufsuchen – zum Einkaufen, Arbeiten, Verweilen, Spielen oder Feiern.
Das Motto „Cooler Kern statt grauer Stein“ fasst diesen Anspruch prägnant zusammen und unterstreicht die Bedeutung lebendiger, identitätsstiftender Stadträume.
Blick nach vorn
Viele Kommunen in Sachsen arbeiten bereits mit großem Engagement an der Zukunft ihrer Zentren. Der Wettbewerb bietet ihnen eine Bühne, um Ideen sichtbar zu machen, Netzwerke auszubauen und Projekte weiterzuentwickeln. Auch aus Chemnitz werden 2026 wieder Beiträge erwartet, die zeigen, wie vielfältig und kreativ Innenstadtentwicklung gedacht werden kann.
